Der FSV Frankfurt, die Saphir Radiochirurgie und das Universitätsklinikum Frankfurt beteiligen sich gemeinsam zum zweiten Mal am „Movember“ und weisen mit der Aktion auf die Wichtigkeit der Krebsvorsorge hin.

Wenn im November vermehrt Männer ihren Oberlippenbart wieder wachsen lassen, liegt es weniger daran, dass sie einem neuen Modetrend folgen oder sich als Fans von Heiner Brand, Salvadore Dali oder Horst Lichter outen. Vielmehr züchten die Herren ihr Oberlippenhaar für einen guten Zweck, dem „Movember“. Der „Movember“, ein Kofferwort aus dem englischen „Moustache“ (Schnurrbart) und „November“, hat sich zum Ziel gesetzt, auf das Thema Prostata- und Hodenkrebs aufmerksam zu machen und Männer zur Vorsorge zu bewegen.

Gerade Sportler in den USA, aber auch seit vielen Jahren in Europa, beteiligen sich an dieser Aktion und nutzen Ihre Bekanntheit um möglichst viele Personen zu erreichen. Zusammen mit seinem Kooperationspartner, der Universitätsklinik Frankfurt und seinem Hauptsponsor Saphir Radiochirurgie wird der FSV Frankfurt die Aktion auch dieses Jahr wieder begleiten. Auf Seiten des Fußballsportvereins haben sich die Spieler Benedict Rose und Alexander Aschauer bereit erklärt, sich den Schnurrbart bis zum Monatsende stehen zu lassen.

Am heutigen ersten November waren die beiden Spieler zusammen mit dem Sportlichen Leiter Thomas Brendel und Marketing Direktor Christian Sollich zu Gast in der Universitätsklinik Frankfurt, um ein gemeinsames „Startfoto“ mit den teilnehmenden Mitarbeitern der Klinik zu machen. „Wir unterstützen die Aktion gerne“, so Thomas Brendel. Christian Sollich ergänzte: „Der Sport erzeugt Aufmerksamkeit und das wollen wir nutzen. Ich bin erfreut, dass dieses Jahr so viele Mitarbeiter der Universitätsklinik teilnehmen. Wir planen die gemeinsame Aktion in den nächsten Jahren auch noch weiter auszubauen.“

„Männer sterben zu jung!“ Das ist die Botschaft der australischen Movember Foundation, die jedes Jahr eine der größten Foundraising-Aktionen weltweit zum Thema Männergesundheit organisiert. Im weltweiten Durchschnitt sterben Männer sechs Jahre früher als Frauen. Zudem werden drei Viertel aller Suizide von Männern begangen. Und auch bestimmte männerspezifische Krebsarten haben drastische Auswirkungen: Prostatakrebs ist weltweit der zweithäufigste Krebs bei Männern und vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft ein immer größer werdendes medizinisches Problem. Fast jeder Mann, der das 90. Lebensalter erreicht, muss damit rechnen an einem Prostatakarzinom zu erkranken.

„Unsere Motivation ist klar“, sagen PD Dr. Philipp Mandel, Leiter der Spezialsprechstunde Prostatakarzinom, und Mike Wenzel, Koordinator der „Movember-Aktion“ von der Klinik für Urologie. „Männergesundheit ist ein wichtiges Thema und braucht eine breite Aufmerksamkeit. Dazu zählt neben der körperlichen Gesundheit ausdrücklich auch die psychische Gesundheit. „Movember“ ist hierbei eine ideale Gelegenheit, das Thema auf eine besondere Art in den Fokus zu rücken und zusätzlich Spenden für großartige Projekte weltweit zu sammeln – und dies am besten im Team! Daher freuen wir uns auch, die Aktion gemeinsam mit dem FSV Frankfurt durchzuführen“

Ulrich-Rüdiger Strege, Geschäftsführer der Saphir Radiochirurgie: “Ich freue mich, dass wir gemeinsam wieder so eine tolle Aktion auf die Beine stellen. Prostata- und Hodenkrebs sind wichtige Themen, die Aufmerksamkeit benötigen und über die man öffentlich reden muss.“

Über die Movember Foundation
Gegründet wurde die Movember-Stiftung 2003 in Australien. Was mit 30 Personen seinerzeit begann hat in den Jahren regen Zulauf erfahren. Mittlerweile gibt es weit über 5 Millionen „Mo Bros“ und „Mo Sistas“, wie sich jene Frauen und Männer, die diese Aktion unterstützen, nennen. Und was für die Aidshilfe die Rote Schleife ist für die Movember Foundation das Barthaar oberhalb der Lippe. Über 15 Millionen Euro wurden in den vergangenen 15 Jahren von den „Mo Bros“ und „Mo Sistas“ gesammelt. Mit diesem Geld wurden über 1.200 Projekte zur Männergesundheit finanziert.

Wir sind die einzige Stiftung, die sich das ganze Jahr über weltweit für die Männergesundheit einsetzt. Wir widmen uns einigen der größten Gesundheitsprobleme von Männern: Prostata- und Hodenkrebs, einer schlechten psychischen Gesundheit sowie der Suizidprävention.

Wir wissen, wie Männer ticken und wie man die innovativsten Forschungsprojekte findet und finanziert, um sowohl global, als auch lokal etwas zu bewirken. Wir sind unabhängig von staatlicher Förderung, so dass wir den Status quo infrage stellen und schneller in das investieren können, was funktioniert. In 15 Jahren haben wir weltweit mehr als 1.200 Projekte zur Männergesundheit finanziert.

In Deutschland wird die Aktion offiziell seit 2012 durchgeführt. Da die Organisation keinen eigenen Körperschaftssitz in Deutschland hat, wird die Aktion in Deutschland von der australischen Movember Foundation in Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner durchgeführt. In diesem Jahr kommen die in Deutschland gesammelten Spendengelder dem Förderverein Hilfe bei Prostatakrebs e.V. sowie verschiedenen Forschungsprojekten der Movember Foundation zu Gute.

Möchten Sie das „Uniklinik Movember Team“ mit einer Spende unterstützen, klicken sie hier:

https://de.movember.com/mospace/13828161

Die Movember-Aktion startet ab sofort und geht bis zum 30. November 2018. Natürlich werden wir regelmäßig hier über diese Aktion auch weiterhin berichten!